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Aktion Reinhardt
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Aktion Reinhardt (auch als Einsatz Reinhardt bezeichnet; daneben findet sich die Schreibweise Reinhardcite-ref-1[1]) war der Tarnname fĂŒr die systematische Ermordung aller Juden und Roma des Generalgouvernements im deutsch besetzten Polen wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges. Im Zuge der âAktion Reinhardtâ wurden zwischen MĂ€rz 1942 und Oktober 1943 etwa 1,6 bis 1,8 Millionen Juden sowie rund 50.000 Roma aus den fĂŒnf Distrikten des Generalgouvernements (Warschau, Lublin, Radom, Krakau und Galizien) in den drei Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka ermordet.
Die âAktion Reinhardtâ stellt den Höhepunkt der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik gegenĂŒber den Juden dar. In den Lagern der âAktion Reinhardtâ wurden zusammengerechnet mehr Menschen ermordet als im KZ Auschwitz. Es gab keine Selektionen; die Lager waren als Todesfabriken organisiert.
Der Tarnname der Aktion steht im Zusammenhang mit dem Vornamen des SS-ObergruppenfĂŒhrers und NS-Polizeigenerals Reinhard Heydrich, auf den am 27. Mai 1942 ein tödliches Attentat verĂŒbt worden war.cite-ref-kleeens-2-0[2]
Contents
âą Vorgeschichte
âą Wannseekonferenz
âą Ziele
âą DurchfĂŒhrung
âą Personal
âą Lagerleitung
âą Bilanz
âą Wiedergutmachung
âą Siehe auch
âą Literatur
âą Film
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Vorgeschichte
Wann der Befehl, Juden und andere Volksgruppen Europas zu ermorden, gegeben wurde, lĂ€sst sich nicht feststellen, da auĂer einem Schreiben Hermann Görings an Reinhard Heydrich kein schriftliches Zeugnis der höchsten Regierungskreise bekannt ist. Es ist nicht sicher, ob Adolf Hitler jemals in schriftlicher Form einen Befehl zur Ermordung der Juden gab. Die SS-Einsatzgruppen des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) und Polizeibataillone begannen schon kurz nach dem deutschen Ăberfall auf die Sowjetunion, die mĂ€nnlichen Juden im Alter zwischen 17 und 45 Jahren in den neu eroberten Gebieten zu ermorden. Ab Ende August 1941 lĂ€sst sich belegen, dass mobile Tötungseinheiten auch zu einem Massenmord an Frauen und Kindern ĂŒbergingen; das Massaker von Kamenez-Podolsk gilt dabei als wesentlicher Schritt zum Holocaust.cite-ref-3[3]
Wannseekonferenz
Um die Ermordung der Juden systematisch zu organisieren, wurde von Reinhard Heydrich fĂŒr den 20. Januar 1942 die Wannseekonferenz einberufen. An der Konferenz nahmen 15 hochrangige Vertreter aller an der so genannten âEndlösungâ beteiligten Institutionen teil. Josef BĂŒhler, der Stellvertreter von Hans Frank, sprach offen aus, dass das Generalgouvernement es begrĂŒĂen wĂŒrde, wenn mit der âEndlösungâ dieser Frage im Generalgouvernement begonnen wĂŒrde, weil einmal hier das Transportproblem keine ĂŒbergeordnete Rolle spiele und arbeitsmĂ€Ăige GrĂŒnde den Lauf dieser Aktion nicht behindern wĂŒrden. Juden mĂŒssten so schnell wie möglich aus dem Gebiet des Generalgouvernements entfernt werden, weil gerade hier der Jude als SeuchentrĂ€ger eine eminente Gefahr bedeute. Von den in Frage kommenden etwa zweieinhalb Millionen Juden sei ĂŒberdies die Mehrzahl arbeitsunfĂ€hig.
Das Ergebnis dieser Konferenz bedeutete, dass man sich innerhalb der FĂŒhrungsebene ĂŒber die Form der Abschiebung der Juden Europas nach Osten und deren dortige systematische Ermordung geeinigt hatte.
Es ging dabei um die Aufteilung der einzelnen Schritte zu diesem Ziel zwischen staatlichen und Parteistellen. Heydrich wurde am 27. Mai 1942 bei einem Attentat in Prag schwer verletzt und starb acht Tage spĂ€ter. Er konnte also nicht mehr selbst die Gesamtleitung an dem Völkermord an den europĂ€ischen Juden fortfĂŒhren, die er mit dieser Konferenz an sich gezogen hatte.
Auftragserteilung durch Himmler
Mit der DurchfĂŒhrung der Aktion beauftragte Heinrich Himmler den Lubliner SS- und PolizeifĂŒhrer Odilo Globocnik. Globocnik war 1939 zum SS- und PolizeifĂŒhrer des Distrikts Lublin in Polen ernannt worden. In ihm sah Himmler einen, der âwie kein zweiter fĂŒr die Kolonisation des Ostens geschaffenâ sei, wie er in einem Brief an seinen Schwager Richard Wendler am 4. August 1943 schrieb, als es um die Ablösung Globocniks und seine Versetzung ging. Am 21. Juli 1941 hatte Himmler alles von Globocnik bereits im Distrikt Lublin Geschaffene und weiter Geplante âProgramm Heinrichâ genannt. Hier tat er sich durch eine besonders grausame Besatzungspolitik hervor. In diesem Wirkungsbereich und als Teil von âProgramm Heinrichâ fand auch die âAktion Reinhardtâ statt.
Die Frage, ob sich die in den Quellen oft gebrauchte Schreibweise âAktion Reinhardtâ auf den StaatssekretĂ€r Fritz Reinhardt bezieht, gilt mittlerweile als entschieden: Die Bezeichnung geht tatsĂ€chlich auf den Vornamen Heydrichs zurĂŒck,cite-ref-4[4] der in zeitgenössischen Quellen und sogar von Himmler selbstcite-ref-5[5] statt âReinhardâ fĂ€lschlich âReinhardtâ geschrieben wurde.
Problematische Datierung
Wann Odilo Globocnik, der Leiter der âAktion Reinhardtâ, von Heinrich Himmler, dem ReichsfĂŒhrer SS (RFSS), den Befehl zur Ermordung der Juden bekam, lĂ€sst sich nur indirekt erschlieĂen. Adolf Eichmann sagte in Jerusalem aus, dass ihm Reinhard Heydrich zwei bis drei Monate nach dem Ăberfall auf die Sowjetunion sagte:
ââDer FĂŒhrer hat die physische Vernichtung der Juden befohlenâ ⊠âUnd dann sagte er zu mir: Eichmann, fahren Sie zu Globocnik, Lublin ⊠Der ReichsfĂŒhrer hat Globocnik bereits entsprechende Weisungen gegeben und sehen Sie sich an, wie weit er mit seinem Vorhaben gekommen istâ.âcite-ref-6[6]
In Lublin sei Eichmann zu einem Lager gefĂŒhrt worden, wo ihm Christian Wirth die Einrichtungen zur Vergasung der Juden erklĂ€rt habe. Wirth war erster Kommandant des Todeslagers Belzec und spĂ€ter Inspekteur aller Lager der âAktion Reinhardtâ. Vorher war er am âEuthanasieâ-Programm, der Aktion T4, beteiligt. Somit könnte Globocnik bereits im Sommer 1941 von Himmler mit der Ermordung der Juden betraut worden sein.
DafĂŒr spricht auch, dass Wirth schon im SpĂ€tsommer 1941 in den Raum Lublin versetzt worden war. Ihm folgten einige Wochen danach weitere im Moment âunbeschĂ€ftigte Mordexpertenâ des im August von Hitler unterbrochenen âEuthanasieâ-Programms. Als die Experten eingetroffen waren, begann im November der Bau des ersten Lagers in Belzec. Dazwischen lagen zwei Monate. Zu Beginn wusste man nicht genau, wie man die Ermordung der Juden technisch und organisatorisch durchfĂŒhren sollte. Die Erfahrungen aus dem âEuthanasieâ-Programm lieĂen sich nur bedingt verwenden, da der Umfang der âAktion Reinhardtâ um ein Vielfaches gröĂer war.
In der Literatur wird das Datum des Auftrags an Globocnik oft mit Juli 1941 angegeben. Neuere Forschungen gehen davon aus, dass Himmler nach RĂŒcksprache mit Hitler im Herbst 1941 den Befehl gab, im Generalgouvernement alle Juden zu ermorden, soweit sie nicht als Zwangsarbeiter eingesetzt werden konnten.cite-ref-7[7]
Ziele
Die Aktion zielte auf eine möglichst vollstÀndige Ermordung der Juden aus dem Generalgouvernement.
Der âWirtschaftliche Teil der Aktion Reinhardtâ umfasste nach den Angabencite-ref-8[8] ihres Leiters Odilo Globocnik vier Bereiche:
âą die Aussiedlung selbst
âą die Verwertung der Arbeitskraft
âą die Sachverwertung
âą die Einbringung verborgener Werte und Immobilien.
DurchfĂŒhrung
Drei zusÀtzliche Vernichtungslager
Die Ermordung der Juden erfolgte in drei Lagern. Das Vernichtungslager Belzec (ab MĂ€rz 1942 in Betrieb) und das Vernichtungslager Sobibor (ab Mai 1942 in Betrieb) lagen im Distrikt Lublin, das Vernichtungslager Treblinka (ab Juli 1942 in Betrieb) lag im Distrikt Warschau. Die Lager lagen in dĂŒnn besiedelten Gebieten in der NĂ€he von Eisenbahnlinien. Sie waren in ihren AusmaĂen eher klein, zwischen 300 und 400 Meter breit, 400 bis 500 Meter lang.
Die Lager machten einen eher provisorischen Eindruck. Jedes Lager war anfangs mit drei Gaskammern ausgestattet. Im Vernichtungslager Belzec wurde anfangs mit Kohlenmonoxid aus Stahlflaschen getötet. Dieses Gas wurde wohl deshalb gewĂ€hlt, weil das Personal wĂ€hrend der âEuthanasieâ-Aktion damit Erfahrungen gesammelt hatte. Allerdings war die Beschaffung schwierig. Daher wurde das todbringende Gas spĂ€ter von Verbrennungsmotoren erzeugt.cite-ref-9[9] Die KapazitĂ€t der Gaskammern genĂŒgte den Anforderungen nicht, so dass sehr bald VergröĂerungen durchgefĂŒhrt wurden.
In jedem Lager waren 20 bis 30 Mann deutsches Personal als Kader tÀtig. Zur Bewachung waren 100 bis 120 Mann sogenannter Trawniki-MÀnner je Lager zugeteilt. Heute sind die Vernichtungslager GedenkstÀtten.
Personal
FĂŒr die Ermordung von etwa 1,6 bis 1,8 Millionen Juden und etwa 50.000 Roma wĂ€hrend der Aktion Reinhardt brauchten die Nationalsozialisten wenig Personal. Die erste Mannschaft bestand aus dem âEinsatzstab Reinhardtâ in Lublin unter der Leitung von Hermann Höfle, nĂ€mlich 153 SS-MĂ€nnern und Polizisten, weiteren 205 MĂ€nnern aus anderen Einheiten sowie 92 deutschen Experten aus dem âEuthanasieâ-Programm.cite-ref-10[10] Die bekanntesten sind Christian Wirth, Franz Stangl, Irmfried Eberl, Franz Reichleitner, Gottlieb Hering und Kurt Hubert Franz. Dazu kamen rund 1000 ukrainische und litauische âFreiwilligeâ, sogenannte Trawnikis. In Trawniki befand sich das Ausbildungslager.
Nach neueren Forschungen sind im Laufe der âAktion Reinhardtâ 121 MĂ€nner,cite-ref-11[11] die zuvor im Rahmen der âAktion T4â das âEuthanasieâ-Programm durchgefĂŒhrt hatten, in die Vernichtungslager versetzt worden. Zum Aufbau des Lagers Sobibor wurden Baufachleute der âAktion T4â angefordert. Alle wurden weiterhin von Berlin aus betreut. FĂŒhrende FunktionĂ€re der Organisation T4 bzw. der Organisation âKanzlei des FĂŒhrersâ kamen zu Inspektionen. Gesuche um Beurlaubung oder Abberufung richteten die ehemaligen T4-Mitarbeiter an ihre alte Dienststelle in Berlin. Wöchentlich einmal lieferte ein Kurier von T4 aus Berlin Zusatzlöhnung und Post zur Dienststelle Wirths und in die Lager.
Diese MĂ€nner erhielten ihren Sold von ihrer alten Dienststelle, unterstanden jedoch Globocniks direktem Befehl. Sie wurden zu Mitgliedern der SS ernannt, mit SS-DienstrĂ€ngen ausgestattet und mussten im BĂŒro von Hermann Höfle eine GeheimhaltungserklĂ€rung unterschreiben. Franz Stangl, Kommandant von Sobibor und Treblinka, erklĂ€rte, er habe sich entscheiden können, ob er nach Lublin gehen wolle. Da er nach seinen Angaben keine Ahnung hatte, was ihn erwarten wĂŒrde, habe er zugestimmt.
Lagerleitung
| Vernichtungslager âAktion Reinhardtâ | Lagerkommandant | Beginn | Ende |
|---|---|---|---|
| Vernichtungslager Belzec | Christian Wirth | Dezember 1941 | 31. Juli 1942 |
| Vernichtungslager Belzec | Gottlieb Hering | 1. August 1942 | Dezember 1942 |
| Vernichtungslager Sobibor | Richard Thomalla | MĂ€rz 1942 | April 1942 |
| Vernichtungslager Sobibor | Franz Stangl | Mai 1942 | September 1942 |
| Vernichtungslager Sobibor | Franz Reichleitner | September 1942 | Oktober 1943 |
| Vernichtungslager Treblinka | Richard Thomalla | Mai 1942 | Juni 1942 |
| Vernichtungslager Treblinka | Irmfried Eberl | Juli 1942 | September 1942 |
| Vernichtungslager Treblinka | Franz Stangl | September 1942 | August 1943 |
| Vernichtungslager Treblinka | Kurt Franz | August 1943 | November 1943 |
Beginn der Mordaktion
Zur Organisation der Deportationen hatte Globocnik einen eigenen Stab unter der Leitung von Hermann Höfle eingerichtet. Dieser informierte einen Mitarbeiter des Amtes des Distrikts Lublin vor Beginn der Deportationen darĂŒber, dass es zweckmĂ€Ăig sei, die in den Distrikt Lublin kommenden Judentransporte auf der Abgangsstation in arbeitsfĂ€hige und nichtarbeitsfĂ€hige Juden zu teilen. Nicht arbeitsfĂ€hige Juden kĂ€men sĂ€mtlich nach Belzec. TĂ€glich könnten vier bis fĂŒnf Transporte mit je 1000 Juden von Belzec aufgenommen werden.
Am 17. MĂ€rz 1942 begannen die Deportationen aus den Ghettos Lublin und Lemberg in das fertiggestellte Todeslager Belzec. Diese Tatsache war nicht nur den an der Aktion beteiligten Personen bekannt. Joseph Goebbels notierte am 27. MĂ€rz 1942 in seinem Tagebuch:
âAus dem Generalgouvernement werden jetzt, bei Lublin beginnend, die Juden nach dem Osten abgeschoben. Es wird dabei ein ziemlich barbarisches und nicht nĂ€her zu beschreibendes Verfahren angewandt, und von den Juden selbst bleibt nicht mehr viel ĂŒbrig. Im groĂen kann man wohl feststellen, dass 60 % davon liquidiert werden mĂŒssen, wĂ€hrend nur noch 40 % in die Arbeit eingesetzt werden können. Der ehemalige Gauleiter von Wien [Globocnik], der diese Aktion durchfĂŒhrt, tut dies mit ziemlicher Umsicht und auch mit einem Verfahren, das nicht zu auffĂ€llig wirkt. [âŠ] Die Prophezeiung, die der FĂŒhrer ihnen fĂŒr die HerbeifĂŒhrung eines neuen Weltkrieges mit auf den Weg gegeben hat, beginnt sich in der furchtbarsten Weise zu verwirklichen.âcite-ref-12[12]
Allerdings wurden nie 40 Prozent der in die Lager der âAktion Reinhardtâ deportierten Juden am Leben gelassen. Nur einige wenige Juden, jung und besonders krĂ€ftig oder Fachleute in einem von der SS benötigten Bereich, wurden als âArbeitsjudenâ fĂŒr kurze Zeit am Leben gelassen. Diese âArbeitsjudenâ â bis zu 1.000 Menschen pro Lager â sammelten, sortierten und verpackten die Kleidung und Wertsachen der Ermordeten, leerten die Gaskammern und begruben die Leichen, bis sie selbst ermordet wurden.
Bald stellten sich Schwierigkeiten ein. Die KapazitĂ€t der Lager war der Zahl der Deportierten nicht gewachsen, und die Wehrmacht beanspruchte alle ZĂŒge fĂŒr sich. Im Mai 1942 verlieĂen auch Wirth und das ĂŒbrige deutsche Personal Belzec, ohne sich abzumelden. Anfang Mai kam Viktor Brack von der âKanzlei des FĂŒhrersâ in Lublin an. Er verhandelte mit Globocnik ĂŒber die weitere DurchfĂŒhrung der Judenvernichtung. Brack erklĂ€rte, dass die âEuthanasieâ auslaufe und daher Leute der âAktion T4â nach Lublin kommen wĂŒrden. Ăber dieses Treffen unterrichtete Brack Himmler in einem Brief vom 23. Juni 1942:
âIch habe dem BrigadefĂŒhrer Globocnik auf Anweisung von Reichsleiter Bouhler fĂŒr die DurchfĂŒhrung seiner Sonderaufgabe schon vor lĂ€ngerer Zeit einen Teil meiner MĂ€nner zur VerfĂŒgung gestellt. Aufgrund einer erneuten Bitte von ihm habe ich nunmehr weiteres Personal abgestellt. Bei dieser Gelegenheit vertrat BrigadefĂŒhrer Globocnik die Auffassung, die ganze Judenaktion so schnell wie nur irgend möglich durchzufĂŒhren, damit man nicht eines Tages mittendrin stecken bliebe, wenn irgendwelche Schwierigkeiten ein Abstoppen der Aktion notwendig machen.âcite-ref-13[13]
Diese zusĂ€tzlichen MĂ€nner wurden benötigt, da Sobibor im Mai seinen Betrieb aufnahm, Treblinka im Juli. Auch das âTransportproblemâ konnte gelöst werden. Karl Wolff vom Persönlichen Stab RFSS erreichte von StaatssekretĂ€r Albert GanzenmĂŒller, der fĂŒr die Reichsbahn zustĂ€ndig war, die Zusicherung, dass ab dem 22. Juli 1942 tĂ€glich ein Zug mit je 5000 Juden von Warschau nach Treblinka, auĂerdem zweimal wöchentlich ein Zug mit 5000 Juden von PrzemyĆl nach Belzec fuhren.cite-ref-14[14] Diese Nachricht nahm Wolff mit besonderer Freude zur Kenntnis. Dadurch könne die Aktion in einem âbeschleunigten Tempoâ durchgefĂŒhrt werden.
Diese Beschleunigung hatte Himmler am 19. Juli 1942 befohlen, als er anordnete, dass die âUmsiedlungâ (Tarnwort fĂŒr Ermordung) der gesamten jĂŒdischen Bevölkerung des Generalgouvernements bis 31. Dezember 1942 durchgefĂŒhrt und beendet sein mĂŒsse. Mit dem 31. Dezember 1942 dĂŒrften sich keinerlei Personen jĂŒdischer Herkunft mehr im Generalgouvernement aufhalten.
Niemand war ĂŒber diese Beschleunigung froher als Globocnik. Er bedankte sich bei Himmler fĂŒr dessen Besuch und fĂŒr alle Arbeit, die er erhalten habe. Mit der neuen Arbeit wĂŒrden alle seine geheimen WĂŒnsche in ErfĂŒllung gehen. Wie diese geheimen WĂŒnsche in der Wirklichkeit aussahen, ist durch den Augenzeugenbericht von Kurt Gerstein ĂŒberliefert: Globocnik zeigte ihm am 17. August 1942 voller Stolz die Todeslager. Bereitwillig erklĂ€rte er seinem Besucher die Funktion der Lager.
Um die Ermordung der Juden zu rationalisieren, wurde Christian Wirth im August 1942 zum Inspekteur aller drei Lager ernannt. TatsĂ€chlich waren die drei Lager im SpĂ€tsommer 1942 voll einsatzbereit. Die Zahl der Gaskammern war erhöht worden, der Massenmord war arbeitsteilig organisiert. Es handelte sich um einen nahezu reibungslos funktionierenden Apparat mit hoher KapazitĂ€t und Geschwindigkeit. Ein HĂ€ftlingszug kam morgens an der Rampe an, am Nachmittag oder in der Nacht waren die Leichen verbrannt, die Kleider ins Magazin gebracht. Nur der Mangel an Transportraum konnte zu Verzögerungen fĂŒhren. Im so genannten Höfle-Telegramm, einem aufgefangenen Funkspruch, wurde fĂŒr das Jahresende 1942 die Zahl von 1.274.166 ermordeten Juden gemeldet.
Zu der Aktion gehörten auch verschiedene MaĂnahmen, um sie nach innen und auĂen zu verschleiern: Die Leichen wurden anfangs in riesigen Gruben verscharrt, spĂ€ter bei der sogenannten Aktion 1005 exhumiert und verbrannt.
Im Sommer 1943 neigte sich die âAktion Reinhardtâ ihrem Ende zu. Das Lager Belzec war bereits aufgelöst worden. Die letzten noch lebenden Juden wurden in die anderen Lager gebracht und dort ermordet.
In Treblinka und Sobibor kam es zu AufstĂ€nden der HĂ€ftlinge, die wenigstens einzelnen Juden das Leben retteten. Insgesamt dĂŒrften weniger als 200 HĂ€ftlinge in allen drei Lagern den Zweiten Weltkrieg ĂŒberlebt haben. Um Spuren der Mordaktion zu verwischen, wurden die Bauten der Todeslager vollstĂ€ndig abgerissen und ihre FlĂ€chen begrĂŒnt; zusĂ€tzlich wurden dort zur Tarnung jeweils Bauernhöfe angelegt, die von Trawniki-Mitgliedern bewohnt worden sind.
Bilanz
Zur âAktion Reinhardtâ gehört eigentlich auch die âAktion Erntefestâ. Diese Aktion wurde aber nicht mehr vom ursprĂŒnglichen Personal der âAktion Reinhardtâ durchgefĂŒhrt. Anfang November 1943 wurden im Gebiet von Lublin im Laufe von drei Tagen fast alle noch lebenden Juden in den Lagern erschossen.
Die Zahl der Juden, die in den drei Vernichtungslagern ermordet wurden, beruhen auf SchĂ€tzungen, die erhebliche Unterschiede aufweisen. Stephan Lehnstaedt hĂ€lt es unter Einbeziehung âvon neusten Forschungsergebnissenâ fĂŒr realistisch, von 1.520.000 Opfern auszugehen; hinzu kĂ€men die Ermordeten aus zahlreichen Ghettos wĂ€hrend dieser Zeitspanne.cite-ref-15[15] Odilo Globocnik sagte im Mai 1945, als er auf der Flucht am Wörthersee bei einem frĂŒheren Bekannten auftauchte, dass zwei Millionen âerledigtâ worden seien.
Aus Triest meldete Globocnik am 4. November 1943 an Himmler, er habe mit dem 19. Oktober 1943 die Aktion Reinhardt, die er im Generalgouvernement gefĂŒhrt habe, abgeschlossen und alle Lager aufgelöst. Er schickte auch eine Abschlussdarstellung.cite-ref-16[16] In seinem Antwortbrief bedankte sich Himmler bei Globocnik und sprach ihm fĂŒr seine groĂen und einmaligen Verdienste, die er sich bei der DurchfĂŒhrung der âAktion Reinhardtâ fĂŒr das ganze deutsche Volk erworben habe, Dank und Anerkennung aus.
TatsĂ€chlich brachte die âAktion Reinhardtâ dem Deutschen Reich enorme Vermögenswerte ein. Bereits im Sommer 1942 waren rund 50.000.000 Reichsmark (RM) in Papier, Devisen, MĂŒnzen und Schmuck sowie rund 1.000 Waggons Textilien, davon 300.000 neue Kleider, vorhanden. Diese Zahlen sind mit Sicherheit zu niedrig angesetzt. Es sind auch keine Zahlen ĂŒber jene Werte â z. B. Immobilien â enthalten, die den Menschen vor ihrer Deportation geraubt wurden. Zudem fehlen die seitens der Wachmannschaften unterschlagenen WertgegenstĂ€nde. So ist von dem Aufseher Walter Nowak bekannt, dass er Uhren und SchmuckstĂŒcke an seine Ehefrau verschickte.cite-ref-17[17]
Globocnik hatte zur Erfassung des jĂŒdischen Vermögens befohlen, eine Zentralkartei zu erstellen, in der die gesamten anfallenden Werte aus der Judenumsiedlung aufgenommen und gefĂŒhrt werden sollten. Die endgĂŒltige Abrechnung vom 5. Januar 1944cite-ref-18[18] ergab folgende Werte:
Odilo Globocnik war derjenige, der die âAktion Reinhardtâ vorantrieb. Er setzte gegen die wirtschaftlichen Interessen anderer Reichsstellen und der Wehrmacht auch die Ermordung von Juden, die fĂŒr kriegswichtige Betriebe arbeiteten, durch.
Die âAktion Reinhardtâ stellt den Höhepunkt der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik gegenĂŒber den Juden dar. In den Lagern der âAktion Reinhardtâ wurden mehr Menschen ermordet als in Auschwitz. Es gab keine Selektionen. Die Lager waren als regelrechte Todesfabriken so organisiert, dass nur wenige TĂ€ter benötigt wurden. Timothy Snyder vertritt daher die Ansicht, dass âeine angemessene Sicht auf den Holocaust die Operation Reinhardt, den Mord an den polnischen Juden im Jahre 1942, in den Mittelpunkt der Geschichte rĂŒckenâ mĂŒsste.cite-ref-19[19]
Wiedergutmachung
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs ordneten die West-Alliierten die RĂŒckerstattung der noch feststellbaren, in der Zeit des Nationalsozialismus entzogenen VermögensgegenstĂ€nde an. FĂŒr die amerikanische und britische Besatzungszone erging am 12. Mai 1949 das MilitĂ€rregierungsgesetz Nr. 59,cite-ref-abl-20-0[20] fĂŒr die französische Besatzungszone die Verordnung Nr. 120 vom 10. November 1947cite-ref-21[21] und fĂŒr Berlin (West) die Anordnung BK/O (49) 180 vom 26. Juli 1949.cite-ref-22[22] Darunter fielen auch die im Laufe der Aktion Reinhardt entzogenen GegenstĂ€nde sowie GĂŒter, die bei anderen DeportationsmaĂnahmen im deutschen Einflussbereich entzogen worden waren.cite-ref-23[23]
Im Rahmen der deutschen Wiedergutmachungspolitik wurden diese Regelungen fĂŒr das Gebiet der Bundesrepublik im BundesrĂŒckerstattungsgesetz (BRĂŒG) von 1957 vereinheitlicht (§ 11 Nr. 1a bis d BRĂŒG).
Siehe auch
Literatur
âą Yitzhak Arad: Belzec, Sobibor, Treblinka: The Operation Reinhard Death Camps. Indiana University Press, Bloomington (Ind.) 1987, ISBN 0-253-34293-7 (englisch).
âą Angelika Benz: Handlanger der SS. Die Rolle der Trawniki-MĂ€nner im Holocaust. Metropol, Berlin 2015, ISBN 978-3-86331-203-9.
âą Christopher Browning: Ganz normale MĂ€nner: Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die âEndlösungâ in Polen. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1993, ISBN 3-499-19968-8.
⹠Raul Hilberg: Die Vernichtung der europÀischen Juden. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-596-24417-X.
âą Ernst Klee, Willi DreĂen, Volker RieĂ (Hrsg.): âSchöne Zeitenâ: Judenmord aus der Sicht der TĂ€ter und Gaffer. S. Fischer, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-10-039304-X.
âą Ernst Klee: Was sie taten â Was sie wurden. Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-596-24364-5.
âą Ernst Klee: Das Personenlexikon zum Dritten Reich: Wer war was vor und nach 1945. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-596-16048-0.
âą Eugen Kogon, Hermann Langbein, Adalbert RĂŒckerl (Hrsg.): Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas. Fischer Taschenbuch Verlag, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-596-24353-X.
âą Stephan Lehnstaedt: Der Kern des Holocaust: Belzec, Sobibor, Treblinka und die Aktion Reinhardt. C. H. Beck, MĂŒnchen 2017, ISBN 3-406-70702-5.
âą Stephan Lehnstaedt und Robert Traba (Hrsg.): Die âAktion Reinhardtâ. Geschichte und Gedenken (= Studien zu Holocaust und Gewaltgeschichte). Metropol Verlag, Berlin 2019, ISBN 978-3-86331-445-3.
âą Bogdan Musial (Hrsg.): âAktion Reinhardtâ. Der Völkermord an den Juden im Generalgouvernement 1941â1944. Fibre Verlag, OsnabrĂŒck 2004, ISBN 3-929759-83-7.
âą Gitta Sereny: Am Abgrund. GesprĂ€che mit dem Henker. Franz Stangl und die Morde von Treblinka. Piper, MĂŒnchen 1995, ISBN 3-492-11867-4.
âą Timothy Snyder: Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin. C.H. Beck, MĂŒnchen 2011, ISBN 978-3-406-62184-0, S. 261â283.
âą Peter Witte, Stephen Tyas: A New Document on the Deportation and Murder of Jews during âEinsatz Reinhardtâ 1942. In: Holocaust Genocide Studies, 15, 2001, S. 468â486.
âą Wylegala Anna: Operation Reinhard in District Galicia: Three Levels of Narrative about the Holocaust. In: Holocaust and Genocide Studies. Band 34, Nr. 3, 2020, S. 478â505, doi:10.1093/hgs/dcaa058 (academia.edu).
âą Informationsmaterial des Bildungswerks Stanislaw Hantz e. V.: Belzec. Reader â basiert auf einem bisher unveröffentlichten Manuskript des Historikers und Leiters der GedenkstĂ€tte Belzec Robert Kuwalek.
Film
⹠Blutiger Boden, deutscher Raum. Die SiedlungsplÀne der SS, Dokumentarfilm, 52 min, ORF/3sat/Hengster Filmproduktion 2024, Buch und Regie: Andreas Kurz.
Weblinks
Commons
: Aktion Reinhard
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
âą Lea Zeppenfeld: Die âAktion Reinhardtâ beim LeMO des Deutschen Historischen Museums, 15. Mai 2015.
âą Aktion Reinhardt (Stand 2006) mit Personalliste (Stand 2002) bei Deathcamps.org (englisch)
âą Ralf Blank: 28. April 1942 â Deportation in Hohenlimburg. In: Historisches Centrum Hagen (Hrsg.): Hagener BeitrĂ€ge zur Regionalgeschichte Online, 27. April 2012 (Fotoserie einer Deportation von Juden, die im Rahmen der âAktion Reinhardtâ ermordet wurden, und ihre wissenschaftliche Analyse).
âą Bildungswerk Stanislaw Hantz
âą âAktion Reinhardtâ: Hamburger Polizei verĂŒbt Massaker von JĂłzefĂłw am 13. Juli 2022 auf ndr.de
Einzelnachweise
cite-note-kleeens-22. â Ernst Klee: Euthanasie im NS-Staat. Die Vernichtung lebensunwerten Lebens. S. Fischer, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-10-039303-1, S. 374 zu Stw. âAktion Reinhardâ.
cite-note-33. â Johannes HĂŒrter: Hitlers HeerfĂŒhrer, 2007, S. 573; Klaus-Michael Mallmann: Der qualitative Sprung. 2001, S. 239; G. H. Bennett: Exploring the World. 2011, S. 6.
cite-note-44. â GĂŒnter Morsch, Bertrand Perz: Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas. Berlin 2011, ISBN 978-3-940938-99-2, S. röm. 17.
cite-note-55. â Richard Breitmann/Shlomo Aronson: Eine unbekannte Himmler-Rede vom Januar 1943. In: VfZ 38 (1990), 2. Heft, S. 340.
cite-note-66. â Jochen von Lang: Das Eichmann-Protokoll. Tonbandaufzeichnungen der israelischen Verhöre. Berlin 1982, ISBN 3-88680-036-9, S. 69.
cite-note-77. â Barbara Schwindt: Das Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek. WĂŒrzburg 2005, ISBN 3-8260-3123-7, S. 72. Datum zwischen 1. und 17. Oktober 1941 laut Bogdan Musial: UrsprĂŒnge der âAktion Reinhardtâ â Planung des Massenmordes an den Juden im Generalgouvernement. S. 70. In: Bogdan Musial (Hrsg.): âAktion Reinhardtâ. Der Völkermord an den Juden im Generalgouvernement 1941â1944. OsnabrĂŒck 2004, ISBN 3-929759-83-7.
cite-note-99. â zu den Motoren siehe Achim Trunk: Die todbringenden Gase. In: GĂŒnter Morsch, Bertrand Perz: Neue Studien zu nationalsozialistischen Massentötungen durch Giftgas. Berlin 2011, ISBN 978-3-940938-99-2, S. 35â37 sowie Dieter Pohl: Massentötungen durch Giftgas im Rahmen der âAktion T4â. ebendort, S. 191â192.
cite-note-1010. â Patricis Heberer: Eine KontinuitĂ€t der Tötungsoperationen. T4-TĂ€ter und die âAktion T4â. In: Bogdan Musial (Hrsg.): âAktion Reinhardtâ. Der Völkermord an den Juden im Generalgouvernement 1941â1944. OsnabrĂŒck 2004, ISBN 3-929759-83-7, S. 294.
cite-note-1111. â Sara Berger: Experten der Vernichtung. Das T4-Reinhardt-Netzwerk in den Lagern Belzec, Sobibor und Treblinka. Hamburg 2013, ISBN 978-3-86854-268-4, S. 401â415.
cite-note-1212. â Ralf Georg Reuth (Hrsg.): Joseph Goebbels TagebĂŒcher. 3. Auflage. MĂŒnchen 2003, ISBN 3-492-21414-2, Bd. 4, S. 1776.
cite-note-1313. â Eugen Kogon et al. (Hrsg.): Nationalsozialistische Massentötungen durch Giftgas. FiTb, Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-596-24353-X, S. 149 f.
cite-note-1414. â Raul Hilberg: SonderzĂŒge nach Auschwitz. Mainz 1981, ISBN 3-921426-18-9, S. 177 / siehe auch GanzenmĂŒller-Brief.
cite-note-1515. â Stephan Lehnstaedt: Der Kern des Holocaust. Belzec, SobibĂłr, Treblinka und die Aktion Reinhardt. MĂŒnchen 2017, ISBN 978-3-406-70702-5, S. 84â85.
cite-note-1717. â Julius Scharnetzky: âSchlieĂlich kamen wir alle [âŠ] aus der Euthanasie.â Zum personellen Konnex zwischen der âAktion T4â und der âAktion Reinhardtâ am Beispiel des Personals der Tötungsanstalt Sonnenstein. In: GĂŒnther Heydemann, Jan Erik Schulte u. Francesca Weil (Hrsg.): Sachsen und der Nationalsozialismus. V&R, Göttingen 2014, S. 209.
cite-note-1919. â Timothy Snyder: Der Holocaust. Die ausgeblendete RealitĂ€t (Memento vom 18. Oktober 2011 im Internet Archive). In: Eurozine, 18. Februar 2010, gedruckt in: Transit, Heft 38, 2009, S. 6â19, Zitat S. 7; ders.: Bloodlands: Europa zwischen Hitler und Stalin. C.H. Beck, MĂŒnchen 2011, S. 261 ff.
cite-note-abl-2020. â RĂŒckerstattung feststellbarer Vermögenswerte an Opfer der nationalsozialistischen UnterdrĂŒckungsmaĂnahmen, Amtsblatt der MilitĂ€rregierung Deutschland, Britisches Kontrollgebiet S. 1169.
cite-note-2121. â Amtsbl. des französischen Oberkommandos in Deutschland. Nr. 119 vom 14. November 1947, S. 1219.
cite-note-2222. â Verordnungsbl. fĂŒr GroĂ-Berlin Teil I 1949 S. 221.
cite-note-2323. â JĂŒrgen Lillteicher: Die RĂŒckerstattung jĂŒdischen Eigentums in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine Studie ĂŒber Verfolgungserfahrung, Rechtsstaatlichkeit und Vergangenheitspolitik 1945â1971. Univ.-Diss., Freiburg im Breisgau 2002/2003, S. 334 ff.